Beschädigte Felge vor der Leasingrückgabe: aufbereiten oder nicht?

Die Bordsteinschramme an der Alufelge passiert fast jedem — und sie ist von außen sichtbar, ohne dass man sich bücken muss. Genau deshalb steht sie so häufig im Rückgabeprotokoll.

Warum Felgen immer geprüft werden

Eine beschädigte Felge ist sichtbar, eindeutig und leicht zu beschreiben. Während ein Kratzer eine Einschätzung verlangt, ist eine Schrammspur am Felgenhorn schlicht vorhanden oder nicht. Und bei vier Rädern summiert sich das schnell: zwei geschrammte Felgen sind zwei Positionen.

Drei Schadensstufen

Oberflächliche Schramme

Lack oder Klarlack am Felgenhorn ist gezeichnet, ohne Materialverlust. Der häufigste und einfachste Fall: Der Aufbereiter schleift, korrigiert und lackiert die Stelle nach.

Materialabtrag

Das Aluminium ist angegriffen, blankes Metall sichtbar, das Horn fühlt sich unregelmäßig an. Aufbereitung ist weiterhin möglich, erfordert aber vorheriges Auffüllen.

Verzogene oder gerissene Felge

Vibration im Lenkrad, langsamer Druckverlust, sichtbare Verformung. Das ist kein optisches, sondern ein sicherheitsrelevantes Thema: Die Felge wird ersetzt. Versuchen Sie an einer verdächtigen Felge keine kosmetische Aufbereitung.

Aufbereiten oder ersetzen?

Für die ersten beiden Stufen ist die Aufbereitung einer Alufelge eine Standardleistung spezialisierter Betriebe, häufig innerhalb eines Tages, teils mobil. Sie kostet einen Bruchteil einer neuen Originalfelge.

Genau das macht diesen Punkt vor der Rückgabe interessant: Rückgabekataloge kalkulieren in der Regel eine Instandsetzung im Markennetz, während der freie Aufbereiter denselben Mangel deutlich günstiger behebt. Es ist einer der wenigen Punkte mit klarem Abstand.

Drei Dinge vorher klären:

  • Der Betrieb muss einen sauberen Farbton-Übergang garantieren — eine Felge, die anders aussieht als die drei anderen, fällt auf.
  • Lassen Sie alle vier machen, wenn drei gezeichnet sind. Das einheitliche Bild zählt.
  • Lassen Sie sich eine detaillierte Rechnung geben: Sie belegt eine fachgerechte Arbeit.

Und die Reifen?

Wenn die Räder ohnehin ab sind, prüfen Sie die Reifen mit:

  • Profiltiefe über der gesetzlichen Mindestgrenze, Verschleißindikatoren beachten.
  • Reifengrößen auf allen vier Rädern gemäß Fahrzeugpapieren.
  • Gleichmäßiger Verschleiß über die gesamte Laufflächenbreite — einseitiger Abrieb deutet auf die Achsgeometrie hin.

Planen Sie früh: Aufbereitungsbetriebe haben Vorlaufzeiten, und eine am Vortag lackierte Felge ist noch empfindlich.